Das letzte Licht am Matterhorn

Das letzte Licht am Matterhorn

Die fünf Seen am Abend, wenn der Tagestourismus wieder im Zug sitzt

Den 5-Seen-Weg kannst du auch allein laufen, er ist beschildert und 9,8 Kilometer lang. Was du allein nicht bekommst: den Stellisee ohne Publikum, das warme Licht um sieben und ein Bild, auf dem du selbst zu sehen bist.

Der 5-Seen-Weg ist kein Geheimtipp, und ich tue auch nicht so. Er steht in jedem Reiseführer, er ist durchgehend markiert, und zwischen zehn und zwei Uhr gehört er allen gleichzeitig. Wer ihn in dieser Zeit läuft, bekommt flaches Licht, Wind auf dem Wasser und am Stellisee eine Schlange von Leuten, die alle dasselbe Foto machen wollen.

Wir drehen das um. Start am frühen Nachmittag, die Seen in umgekehrter Richtung, und der Stellisee kommt zum Schluss statt zuerst. Dann sind die Tagesgäste längst im Tal, der Wind legt sich meistens, und das Matterhorn bekommt das Licht, wegen dem man eigentlich hier ist. Wir bleiben, solange es gut ist, und steigen danach über Findeln ins Dorf ab, das letzte Stück in der Dämmerung.

Es geht nicht um Kameratechnik. Es geht darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu stehen und zu wissen, worauf man dort schaut. Das lässt sich unterwegs zeigen, und dein Handy reicht dafür völlig.

Deine Vorteile

  • Du stehst am Stellisee, wenn das Licht am besten ist und fast niemand mehr da. Genau dafür fängt die Tour mittags an und nicht morgens.
  • Fünf Bergseen in fünf Farben: klar, grün, milchig türkis, tiefblau. Sie liegen eng beieinander und sehen völlig verschieden aus.
  • Du bist im Bild, nicht nur dahinter. Fünf bis acht bearbeitete Aufnahmen von dir vor dem Matterhorn sind inbegriffen, und zwar keine mit ausgestrecktem Arm.
  • Bildgestaltung statt Technikvortrag. Licht lesen, Vordergrund nutzen, eine Spiegelung bauen. Wer tiefer einsteigen will, bekommt mehr, wer einfach schauen will, auch.
  • Zwei bis sechs Leute. Kein Tempo, kein Wettkampf, keine Diskussion über Brennweiten.
  • Bahnticket hinauf ist drin. Du musst sonst nichts lösen.
  • Begleitet von Falko Burghausen, Bergwanderführer i.A. und mehrfach international ausgezeichneter Landschaftsfotograf.

ab350 CHF

CHF

Termine

Juni bis Oktober

Individuelle Termine nach Absprache

Ich habe den Stellisee zu jeder Tageszeit fotografiert. Die beste Stunde beginnt, wenn die letzte Gruppe abgestiegen ist.

Falko BurghausenFalko Burghausen

Persönliche Beratung

Hast du Fragen? Ich berate dich gerne zu diesem Reiseangebot.

Voraussetzungen

Kondition
Technik
Distanz13 km
Dauer6-7 Std.
Aufstieg450 Hm
Abstieg1000 Hm

Ein langer, aber einfacher Tag auf markierten Bergwanderwegen: rund 13 Kilometer, 450 Höhenmeter hinauf, 1000 hinunter, sechs bis sieben Stunden mit vielen Pausen. Nichts Ausgesetztes, nichts Technisches, alles T2. Wer regelmässig Tageswanderungen macht, hat damit keine Mühe.

Der einzige Punkt, der Beachtung verdient: Der Abstieg ins Dorf passiert in der Dämmerung oder im Dunkeln, auf einem breiten Weg, mit Stirnlampe. Das ist Teil des Konzepts und kein Versehen.

Treffpunkt am frühen Nachmittag am Bahnhof Zermatt. Kurz Wetter, Licht und Plan, dann mit der Standseilbahn hinauf nach Sunnegga auf 2288 Metern. Die Fahrt dauert keine fünf Minuten und geht durch den Berg.

Von dort laufen wir die Seen gegen den Strom. Zuerst der Leisee direkt unter der Station, im Sommer der Badestrand von Zermatt, am späten Nachmittag wieder ruhig. Dann hinunter zum Moosjisee, milchig türkis vom Gletscherwasser des Findelgletschers. Er ist ein Speichersee und damit der einzige künstliche der fünf, was man ihm nicht ansieht und was ihn fotografisch überhaupt nicht schlechter macht.

Weiter zum Grünsee, grün, mit kleinem Sandufer und alten Arven, die sich im Geröll festhalten. Ab hier wird es spürbar leerer. Dann der Grindjisee, klein, hinter einer Moräne versteckt, von Lärchen eingerahmt, mit dem Matterhorn exakt in der Lücke dahinter. Der schönste der fünf, und der, an dem die meisten vorbeilaufen, weil er nicht direkt am Hauptweg liegt.

Der letzte Anstieg führt zum Stellisee auf 2537 Metern. Der von den Postkarten. Wir kommen am späten Nachmittag an, wenn der Betrieb vorbei ist und das Wasser meistens still wird. Hier bleiben wir, und zwar richtig. Das ist kein Fotostopp im Programm, das ist der Punkt des ganzen Tages: die Spiegelung, das Licht, das über die Ostwand wandert, deine Bilder, und Zeit, einfach dazusitzen.

Wenn das Licht weg ist, gehen wir zurück nach Sunnegga und von dort zu Fuss über Findeln hinunter ins Dorf. Findeln ist ein Weiler mit alten, sonnengeschwärzten Walliser Stadeln, und im letzten Licht sieht er aus wie aus einem anderen Jahrhundert. Das Schlussstück in der Dämmerung mit Stirnlampe, auf einem breiten, gut markierten Weg. Zermatt von oben in der blauen Stunde ist nochmal ein eigenes Motiv.

Wie lange wir wo bleiben, entscheidet das Licht und nicht die Uhr.

CHF 350 pro Person, ab zwei Personen.

Enthalten sind die Führung und die fotografische Begleitung über den ganzen Tag, das Bahnticket hinauf nach Sunnegga und deine bearbeiteten Bilder. Es kommen keine Tickets dazu, die du selbst lösen müsstest.

Mit GA ziehe ich dir die CHF 25 für das Bahnticket ab, sag mir einfach Bescheid.

Du bist allein unterwegs? Dann wird daraus eine Privattour für CHF 790, mit demselben Programm und meiner ungeteilten Aufmerksamkeit.

Varianten

Pure Flex Touren haben kein festes Datum, sondern deins. Sag mir, wann du Zeit hast, ich prüfe die Verfügbarkeit und melde mich in der Regel innert eines Tages. Wünsche zum Ablauf bauen wir dabei gleich mit ein.

Kleingruppe

reis pro Person. Zwei bis sechs Teilnehmende, Bahnticket und deine Bilder inklusive.

350 CHF

Privat

Pauschalpreis für eine Person. Termin, Tempo und Pausen richten sich allein nach dir.

790 CHF

Zermatt kennt jeder, und im Sommer merkt man das. Was weniger Leute wissen: Die Ostseite des Tals, auf der die fünf Seen liegen, ist geologisch die spannendere Hälfte. Findelgletscher, Moränen, Toteislöcher, und fünf Seen zwischen 2100 und 2600 Metern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, weil die einen von Gletscherwasser, die anderen von Quellen gespeist werden und einer von Menschen gebaut wurde.

Drei davon spiegeln das Matterhorn, wenn der Wind es zulässt. Darunter liegen Lärchenwälder und Findeln, wo Zermatter Familien seit Jahrhunderten Stadel und Sommerhäuser haben. Zwischen Bergstation und Dorf passt also mehr hinein, als ein Nachmittag eigentlich hergibt.

Zermatt ist autofrei und mit dem Zug von überall gut erreichbar. Aus Zürich, Bern, Basel oder Genf sind es drei bis vier Stunden, aus München oder Stuttgart entsprechend länger. Mit dem Auto bis Täsch, dort parkieren, Shuttle alle zwanzig Minuten.

Bitte vor dem Buchen lesen: Diese Tour endet spät. Im Juli sind wir gegen 21 Uhr zurück im Dorf, im August gegen halb neun, im September gegen sieben. Eine Rückreise am selben Abend geht damit in den meisten Fällen nicht mehr auf. Plan eine Übernachtung in Zermatt oder Täsch ein. Für alle, die aus Deutschland oder Österreich anreisen, lohnt sich ohnehin ein verlängertes Wochenende; ich gebe dir gern ein paar Tipps, was man an den anderen Tagen machen kann.

Treffpunkt ist der Bahnhof Zermatt. Das Bahnticket nach Sunnegga ist inbegriffen, ich habe es dabei.

Es ist keine Verpflegung inbegriffen, und die Bergrestaurants schliessen am späten Nachmittag, also bevor unser Tag richtig anfängt. Nimm genug zu essen und zu trinken mit.

Falls wir an der Fluhalp oder am Grünsee vorbeikommen, solange dort noch offen ist, können wir einen Kaffee trinken. Verlass dich bitte nicht darauf.

Unbedingt

  • Wanderschuhe mit Profil. Turnschuhe reichen im Abstieg nicht.
  • Warme Schichten, Mütze und Handschuhe. Auf 2500 Metern ist der Abend auch im Juli kalt.
  • Wind- und Regenjacke
  • Stirnlampe. Keine Notfallausrüstung, sondern Programmbestandteil.
  • Mindestens 1,5 Liter zu trinken und Verpflegung für den Tag
  • Sonnenschutz: Brille, Creme, Kappe
  • Deine Kamera oder dein Handy, geladen, mit freiem Speicher

Sinnvoll

  • Zweiter Akku oder Powerbank
  • Stativ, falls vorhanden und du es tragen magst. Ausdrücklich keine Voraussetzung.
  • Polfilter, falls vorhanden
  • Wanderstöcke für den Abstieg
  • Rucksack mit 20 bis 30 Litern
  • An- und Rückreise sowie Unterkunft
  • Verpflegung und Getränke
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherung

Die Versicherung ist Sache der Teilnehmenden (Unfall, Kranken und Haftpflicht). Wir empfehlen eine Rega Gönnerschaft und eine Annullationsversicherung.

Die Tour findet bei stabilem Wetter statt. Bei Gewitterprognose, starkem Wind oder Dauerregen verschieben wir, bis 48 Stunden vorher kostenlos. Leichte Bewölkung ist übrigens kein schlechtes Wetter, sondern oft das bessere Licht.

Unverbindliche Anfrage

Mit deiner unverbindlichen Anfrage kommst du deinem Erlebnis einen Schritt näher. Ich melde mich in Kürze mit weiteren Informationen zu Terminen und genauem Ablauf bei dir und besprechen die weiteren Schritte gemeinsam.

Fragen? Antworten!

Noch Fragen zum Angebot? Wir haben die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt.

Drei Dinge: die Uhrzeit, auf die du allein wahrscheinlich nicht kommst, Bilder von dir, die du selbst nicht machen kannst, und ein paar Dinge über Licht und Bildaufbau, die du danach überall anwenden kannst. Wenn dir das nichts wert ist, lauf ihn allein. Ist eine grossartige Wanderung.

Ja, und das ist keine Floskel. Moderne Handys sind bei diesem Licht erstaunlich gut. Entscheidend ist, wo du stehst und wann du auslöst, und genau dafür bin ich dabei.

Eher nicht. Bei maximal sechs Leuten kann ich mit jedem einzeln arbeiten, und der Stellisee im Abendlicht ist auch für Geübte kein Alltag. Wer schon weiter ist, bekommt entsprechend andere Aufgaben.

Einfach, aber lang. 13 Kilometer, sechs bis sieben Stunden mit vielen Pausen, nichts Technisches. Der Abstieg am Schluss geht in die Beine, dafür sind Stöcke gut.

Weil das die ganze Idee ist. Zwischen zehn und zwei ist alles unterwegs und das Licht flach. Am Abend sind die Leute weg, der Wind legt sich meistens, und das Matterhorn wird warm. Dieses Bild bekommst du auf einer Vormittagstour nicht.

Je nach Monat. Im Juli gegen 21 Uhr, im August gegen halb neun, im September gegen sieben. Die genaue Zeit sage ich dir, wenn wir den Termin bestätigen.

In den meisten Fällen nicht. Plan eine Übernachtung in Zermatt oder Täsch ein. Das ist der Punkt, den die Leute beim Buchen am häufigsten übersehen.

Nein. Der Weg von Findeln nach Zermatt ist breit, gut markiert und wird täglich begangen. Wir nehmen Stirnlampen und lassen uns Zeit. Für viele ist das der schönste Teil.

Bei Windstille ja, und der Abend ist die beste Chance darauf. Versprechen kann es niemand. Wenn es weht, fotografieren wir anderes: Lärchen, Gletscher, Licht auf den Hängen, dich in der Landschaft. Es gibt nie nichts.

Mit GA ziehe ich dir die 25 Franken für das Bahnticket ab. Mit Halbtax lohnt sich der Aufwand nicht, dafür musst du dich um gar nichts kümmern.

Fünf bis acht bearbeitete Aufnahmen von dir in der Landschaft, als hochauflösende JPG, innert zehn Arbeitstagen per Download-Link. Privat nutzen, drucken, verschenken und posten ist alles in Ordnung. Eine Namensnennung freut mich, ist aber keine Bedingung.

Nur wenn du ausdrücklich zustimmst. Ich frage dich am Ende des Tages, und ein Nein ist völlig in Ordnung.

Klar, die meisten tun das. Ab zwei Buchungen findet die Tour statt, du bist also unter Umständen mit Leuten unterwegs, die du nicht kennst. Nach einer Stunde ist das kein Thema mehr.

Ab etwa 14 Jahren in Begleitung eines Elternteils, wenn die Kondition reicht. Für jüngere ist der Tag mit dem späten Ende zu lang.

Grundsätzlich ja, wenn er gut abrufbar ist und mit anderen Menschen und Wild entspannt umgeht. Melde ihn bitte vorher an.

Wir verschieben oder du bekommst den vollen Betrag zurück. Kostenlose Stornierung bis 48 Stunden vorher. Ich verschiebe lieber einen Termin, als dich bei Gewitter auf 2500 Meter zu bringen.

Kurzfristiger, als du denkst. Wenn Wetter und Kalender passen, reichen ein bis zwei Tage.