Zwei Tage Matterhorn

Zwei Tage Matterhorn

Über den Europaweg zur Fluhalp, Sonnenaufgang am Stellisee und am zweiten Tag hinauf auf den Gornergrat

Das Matterhorn begleitet uns bereits am ersten Tag ab der Täschalp
Der Stellisee wartet mit wunderschönen Fotomotiven rund um das Matterhorn auf uns
Unser Zuhause für eine Nacht ist die Fluhalp auf 2'620 m
Hinter der Fluhalp erstrecken sich die Eismassen des Findelgletschers
Übernachtung im gemütlichen Doppelzimmer, teilweise mit Matterhornblick
+9

Zwei Tage hoch über Zermatt, eine Nacht auf 2620 Metern und das Matterhorn so nah, dass du morgens im Schlafanzug hinausschaust. Ohne die tausend Höhenmeter, die sonst dazugehören.

Es gibt zwei Arten, das Matterhorn zu sehen. Die eine dauert vier Stunden, kostet ein Bahnticket und endet mit dem letzten Zug ins Tal. Die andere fängt erst an, wenn dieser Zug weg ist.

Diese Wanderung in Zermatt ist die zweite Art. Am ersten Tag laufen wir auf dem Europaweg hoch über dem Tal Richtung Sunnegga, mit dem Berg die ganze Zeit vor der Nase, und kommen am Nachmittag zur Fluhalp. Der Stellisee liegt fünfzehn Gehminuten entfernt, und weil wir oben schlafen, sind wir abends dort, wenn das letzte Licht auf die Nordwand fällt, und morgens, wenn das erste kommt. Dazwischen liegt ein Abendessen, ein Zimmer statt eines Massenlagers und ein Sternenhimmel, den man im Tal so nicht kennt.

Am zweiten Tag wechselt die Landschaft komplett. Über die Moräne des Findelgletschers, vorbei am Grindjisee und am Grünsee, dann hinauf auf einen Weg, den kaum jemand nimmt, bis auf den Gornergrat. Von dort fahren wir mit der Zahnradbahn hinunter. Kein Abstieg von tausendfünfhundert Höhenmetern, den niemand vermissen wird.

Deine Vorteile

  • Das Taxi hinauf und die Bahn hinunter nehmen dir die beiden Abschnitte ab, die man später nur noch an den Knien merkt. Was bleibt, sind zwei Tage auf Höhe.
  • Zimmer statt Matratzenlager. Bettwäsche ist da, ein Schlafsack ist nicht nötig, und du musst niemandem beim Schnarchen zuhören. Duschen geht natürlich auch.
  • Sonnenuntergang und Sonnenaufgang am Stellisee. Fünfzehn Minuten von deinem Bett entfernt, während alle anderen um halb zehn mit der Gondel kommen.
  • Zwei völlig verschiedene Tage: Tag eins ist der Balkonweg mit dem Matterhorn, Tag zwei sind Gletscher, Moräne, Bergseen und der Blick vom Gornergrat auf das Monte-Rosa-Massiv.
  • Sehr kleine Gruppe, zwei bis sechs Personen. Ab zwei Personen findet die Tour statt, auf Anfrage kannst du natürlich auch allein buchen.
  • Bearbeitete Bilder von dir unterwegs sind inbegriffen. Kein Fotokurs, sondern schlicht ein Guide, der zufällig Fotograf ist.
  • Geführt von Falko Burghausen, Bergwanderführer i.A. und mehrfach international ausgezeichneter Landschaftsfotograf.

650 CHF

bei 4 bis 6 Personen
CHF

Termine

2 Tage

Durchführung auf Anfrage

Der schönste Moment ist nicht der Sonnenaufgang am Stellisee. Es ist der Abend davor, wenn die letzte Bahn weg ist und plötzlich keiner mehr da ist ausser uns und dem Berg.

Falko BurghausenFalko Burghausen

Persönliche Beratung

Hast du Fragen? Ich berate dich gerne zu diesem Reiseangebot.

Voraussetzungen

Technik
Kondition
Distanz11 km
Dauer6 Std.
Aufstieg700 Hm
Abstieg400 Hm

Tag 1: Täschalp, Europaweg, Stellisee, Fluhalp

Wir treffen uns morgens in Zermatt und fahren mit dem Bergtaxi hinauf zur Täschalp. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern eine Entscheidung: Die tausend Höhenmeter aus dem Tal sind Waldweg, und sie kosten genau die Energie, die man oben besser gebrauchen kann.

Der Europaweg zieht von dort als Balkonweg über dem Mattertal Richtung Zermatt. Das Matterhorn ist ab der ersten Kurve da und bleibt den ganzen Tag. Wir gehen langsam, halten an, wo es sich lohnt, und wenn der Nachmittag warm ist, sitzen wir irgendwo eine halbe Stunde länger, als der Plan es vorsieht.

Von Sunnegga führt der Weg hinauf zum Stellisee, dem See mit der bekanntesten Spiegelung der Alpen, und von dort in fünfzehn Minuten zur Fluhalp auf 2620 Metern. Zimmerbezug, Dusche, Sonnenterrasse. Am frühen Abend gehen wir noch einmal zum See, wenn der Tagestourismus weg ist und die Ostwand des Matterhorns das letzte Licht bekommt. Abendessen um halb sieben, und danach, wenn der Himmel klar ist, ein Blick nach oben, den man im Mittelland vergessen hat.

Rund 11 km, etwa 400 bis 700 Höhenmeter je nach Variante, 4 bis 6 Stunden inklusive Pausen.

Tag 2: Findelgletscher, drei Seen, Gornergrat

Wer Lust hat, steht früh auf und geht noch einmal zum Stellisee. Im September und Anfang Oktober geht die Sonne ungefähr dann auf, wenn auf der Fluhalp das Frühstück beginnt, das passt fast zu gut zusammen. Wer lieber schläft, schläft.

Nach dem Frühstück queren wir die Moräne des Findelgletschers, dorthin, wo das Schmelzwasser ein Delta aus grauen Armen und Kiesbänken gebaut hat. Das ist eine Landschaft, die es im Tal nicht gibt und die sich von Jahr zu Jahr verändert, weil der Gletscher zurückgeht. Danach hinunter zum Grindjisee, eingerahmt von Lärchen mit dem Matterhorn in der Lücke, und weiter zum Grünsee.

Dort verlassen wir den Wanderautobahnen-Teil. Der Weg hinauf zum Gornergrat ist steil, ruhig und wird kaum begangen, weil er die Tour lang macht. Genau deshalb gehen wir ihn. Oben wartet der Gornergratsee, dann der Grat selbst auf knapp 3000 Metern, mit dem Gornergletscher, der Dufourspitze und einer Reihe von Viertausendern, die man an einem Tag nicht durchzählt.

Von dort hinunter nach Riffelberg und mit der Zahnradbahn zurück nach Zermatt. Am Nachmittag bist du im Tal, am Abend zu Hause.

Rund 10 km, etwa 700 Höhenmeter im Aufstieg, 4 bis 6 Stunden inklusive Pausen.

Der Preis richtet sich nach der Gruppengrösse, und zwar ohne Kleingedrucktes: Je mehr wir sind, desto günstiger wird es für alle.

  • 2 Personen: CHF 890 pro Person
  • 3 Personen: CHF 760 pro Person
  • 4 bis 6 Personen: CHF 650 pro Person

Einzelzimmerzuschlag CHF 120, nach Verfügbarkeit auf der Hütte.

Im Preis enthalten sind die Führung an beiden Tagen, das Bergtaxi zur Täschalp, die Übernachtung mit Halbpension, die Talfahrt mit der Gornergrat Bahn und deine Bilder. Es kommen keine Bergbahntickets dazu, die du selbst lösen müsstest.

Und weil das sonst niemand so macht: Wenn sich nach deiner Buchung weitere Teilnehmende anschliessen, rutschst du automatisch in die günstigere Stufe und bekommst die Differenz zurück. Wer zuerst bucht, zahlt am Ende nicht mehr als alle anderen.

Varianten

Die Pure Flex Touren ohne konkretes Datum können auf Wunsch individualisiert werden. Schreibe mir hierfür einfach über das Anfrageformular.

2-Tageswanderung rund um Zermatt

Übernachtung im Doppelzimmer auf der Fluhalp

650 CHF

Zermatt braucht keine Vorstellung. Das Matterhorn am Ende des Tals ist das meistfotografierte Motiv der Alpen, und das Dorf ist im Sommer entsprechend gut besucht.

Diese Runde nimmt davon wenig mit. Der Europaweg ist ein Fernwanderweg und kein Ausflugsziel, die Moräne am Findelgletscher steht in keinem Prospekt, und der Aufstieg vom Grünsee zum Gornergrat wird kaum begangen, weil er die Tour lang macht. Zwischen diesen Abschnitten liegen die bekannten Punkte, Stellisee, Grindjisee, Gornergrat, und die gehen wir grösstenteils bewusst zu Zeiten an, zu denen die Bahnen nicht fahren.

Das Gebiet auf der östlichen Talseite ist geologisch die interessantere Hälfte von Zermatt: Findelgletscher, Gornergletscher, Moränen, Toteislöcher und eine Reihe von Bergseen, die alle anders aussehen. Vom Gornergrat schaust du auf das Monte-Rosa-Massiv mit der Dufourspitze, dem höchsten Punkt der Schweiz, und auf einen der grössten Gletscher der Alpen. Und das Matterhorn ist ohnehin immer da.

Mit dem Zug bis Zermatt, Treffpunkt am Bahnhof. Von Zürich, Bern, Basel oder Genf sind es drei bis vier Stunden. Mit dem Auto bis Täsch, dort parkieren und mit dem Shuttle ins Dorf, der fährt im Zwanzigminutentakt.

Das Bergtaxi zur Täschalp am ersten Morgen und die Talfahrt mit der Gornergrat Bahn am zweiten Nachmittag sind im Preis enthalten, darum musst du dich nicht kümmern.

Wir sind am zweiten Tag am frühen Nachmittag zurück in Zermatt, die Rückreise am selben Tag ist also problemlos. Wer den ersten Tag entspannt beginnen will, reist am Vorabend an; für eine Unterkunft in Zermatt oder Täsch gebe ich dir gern ein paar Adressen.

Wir übernachten im Berghaus Fluhalp auf 2620 Metern. Es ist eine Hütte, aber eine mit Komfort: Zimmer statt Lager, Bettwäsche vorhanden, kein Schlafsack nötig, Waschräume und WC auf der Etage, Duschen gegen eine kleine Gebühr. Handtücher und Hygieneartikel bringst du selbst mit.

Standard in diesem Angebot ist das Doppel- oder Dreibettzimmer. Wer allein schlafen möchte, bucht den Einzelzimmerzuschlag dazu, soweit die Hütte an dem Termin die Kapazität hat. Das Abendessen gibt es um 18.30 Uhr, Frühstück ab 7.00 Uhr.

Hunde sind auf der Fluhalp in den Zimmern willkommen, gegen einen kleinen Aufpreis pro Nacht. Sag mir bei der Anfrage Bescheid, damit ich das mitreserviere.

Und die ehrliche Einordnung: Die Fluhalp ist kein Hotel. Es ist gemütlich, wenn viele Gäste da sind, die Dusche ist keine Wellnessoase, und das Wasser ist kostbar. Dafür sitzt du beim Abendessen mit Blick auf einen Berg, für den andere Leute Reisen quer über den Planeten buchen.

Halbpension ist inbegriffen: Abendessen und Frühstück auf der Fluhalp. Die Küche ist deutlich besser, als man auf 2620 Metern erwarten würde, und es gibt vegetarische Optionen.

Allergien, Unverträglichkeiten oder eine vegetarische/vegane Ernährung bitte bei der Anfrage angeben, dann melde ich das bei der Reservation an. Kurzfristig lässt sich das oben nicht mehr gut lösen.

Für unterwegs brauchst du an beiden Tagen Verpflegung und Getränke im Rucksack.

Unbedingt

  • Wanderschuhe mit Profil, knöchelhoch empfohlen
  • Rucksack von 25 bis 30 Litern, mehr brauchst du nicht
  • Regen- und Windjacke, warme Zwischenschicht, Mütze und Handschuhe. Auf 2620 Metern kann es auch im Juli kalt werden
  • Sonnenschutz: Brille, Creme, Kopfbedeckung. Die Höhensonne ist hier kein Nebenthema
  • 1,5 Liter Trinken pro Tag sowie Verpflegung für unterwegs
  • Handtuch und Hygieneartikel, die Hütte stellt keine
  • Minimale Wechselwäsche für einen Tag
  • Stirnlampe
  • Persönliche Apotheke, Pflaster, Blasenpflaster
  • Bargeld für Getränke und Dusche auf der Hütte, Ausweis
  • Deine Kamera oder dein Smartphone

Sinnvoll

  • Wanderstöcke, vor allem für den Abstieg vom Gornergrat
  • Ohrstöpsel. Eine Hütte ist eine Hütte, auch mit Zimmer
  • Zweiter Akku oder Powerbank

Ein Schlafsack oder Hüttenschlafsack ist nicht nötig, die Fluhalp stellt Bettwäsche.

  • An- und Rückreise nach Zermatt
  • Verpflegung und Getränke unterwegs, Getränke auf der Hütte
  • Dusche auf der Hütte (kleine Gebühr vor Ort)
  • Einzelzimmerzuschlag
  • Persönliche Ausrüstung
  • Versicherung

Die Versicherung ist Sache der Teilnehmenden (Unfall, Kranken und Haftpflicht). Wir empfehlen eine Rega Gönnerschaft und eine Annullationsversicherung.

Die Tour findet bei stabilem Wetter statt. Bei Gewitterprognose, Sturm oder Neuschnee verschieben wir; bis 72 Stunden vor dem Termin ist eine Verschiebung kostenlos möglich, danach greifen die Stornobedingungen der Hütte.

Unverbindliche Anfrage

Mit Deiner unverbindlichen Anfrage kommst Du Deinem Erlebnis einen Schritt näher. Ich melde mich in Kürze mit weiteren Informationen zu Terminen und genauem Ablauf bei Dir und besprechen die weiteren Schritte gemeinsam.

Fragen? Antworten!

Noch Fragen zum Angebot? Wir haben die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt.

Genau dafür ist dieses Wochenende gemacht. Wir schlafen im Zimmer und nicht im Lager, Bettwäsche ist da, es gibt Duschen, und du musst nichts mitbringen, was du nicht ohnehin hast. Die meisten, die mitkommen, übernachten zum ersten Mal auf dieser Höhe.

Vier bis sechs Stunden Gehzeit pro Tag inklusive Pausen, rund 1100 Höhenmeter im Aufstieg auf zwei Tage verteilt. Wer sonntags gern eine Tageswanderung macht, schafft das. Wir gehen bewusst langsam.

Der Aufstieg vom Grünsee zum Gornergrat wird an einer Stelle steiler, steiniger und schmaler. Trittsicherheit brauchst du dort, Schwindelfreiheit im engeren Sinn nicht. Wenn du unsicher bist, ruf mich vorher an, dann beschreibe ich dir die Stelle so genau, dass du es selbst einschätzen kannst.

Ja, und viele tun das. Ab zwei Buchungen findet die Tour statt, du wirst also unter Umständen mit Leuten unterwegs sein, die du nicht kennst. Nach dem ersten Abendessen auf der Hütte ist das erfahrungsgemäss kein Thema mehr.

Gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit. Die Fluhalp hat nur eine begrenzte Anzahl Zimmer, deshalb kann ich es nicht garantieren, sondern nur anfragen. Sag es mir bitte gleich bei der Terminanfrage, nicht erst später.

Weil ich keine Betten reservieren möchte, für die vielleicht niemand kommt. Das ist gegenüber der Hütte unfair und sorgt am Ende dafür, dass man dort keine Plätze mehr bekommt. Also: du nennst den Termin, ich prüfe und bestätige, meistens innert eines Tages.

Kurzfristiger, als du denkst. Wenn die Hütte Platz hat und das Wetter passt, sind auch wenige Tage Vorlauf möglich.

Juli und August sind am wärmsten und am belebtesten. September ist mein Favorit: klare Luft, ruhigere Hütte, und der Sonnenaufgang fällt ungefähr auf die Frühstückszeit statt auf mitten in die Nacht. Anfang Oktober ist es ruhig und kalt, und die ersten Lärchen färben sich.

Bei richtig schlechtem Wetter mit Gewitter oder Wintereinbruch verschieben wir. Bis 72 Stunden vorher kostenlos, danach richtet es sich nach den Bedingungen der Hütte. Zwei Tage im Nebel mit Gewitterrisiko sind für niemanden ein gutes Wochenende, und die Fotos werden auch nichts.

Am ersten Tag kommen wir an zwei Hütten vorbei, am zweiten erst ganz am Schluss. Nimm für beide Tage genügend Verpflegung und mindestens anderthalb Liter Trinken mit. Auf der Fluhalp kannst du am Abend und am Morgen alles nachfüllen.

Bearbeitete Aufnahmen von dir unterwegs, als hochauflösende JPG innert zehn Arbeitstagen per Download-Link. Du darfst sie privat nutzen, drucken und posten. Das ist kein Fotokurs, sondern schlicht der Nebeneffekt davon, dass dein Guide Fotograf ist. Wer fotografieren lernen will, ist im Fotoworkshop besser aufgehoben.

Auf der Fluhalp ja, gegen einen kleinen Aufpreis pro Nacht. Unterwegs muss er die Distanz und die Höhe packen und mit Wild und anderen Menschen entspannt umgehen. Melde ihn bei der Anfrage an.

Ab etwa 14 Jahren in Begleitung eines Elternteils, wenn die Kondition da ist. Für jüngere Kinder ist besonders der zweite Tag zu lang.

Du trägst nur, was du für zwei Tage brauchst, das passt in einen 25- bis 30-Liter-Rucksack. Grösseres Gepäck kannst du in Zermatt am Bahnhof deponieren.