Schweizer Wandernacht 2026

Schweizer Wandernacht 2026

Nachtwanderung am Aletschgletscher mit Frühstück auf der Riederalp

Im Licht der Stirnlampen geht es durch die Nacht hinauf auf das Eggishorn auf knapp 3'000 m Höhe.
Die gewaltigen Dimensionen des UNESCO Weltkulturerbes am Aletschgletscher können wir in der Dunkelheit mehr hören als sehen
Für eine Nacht werden unsere Stirnlampen die einzigen Lichtkegel sein, die wir sehen
Die Morgendämmerung läutet das Ende einer langen Wandernacht ein, die wir auf der Riederalp mit einem wohlverdienten Frühstück beenden
Werde Teil der 20-jährigen Jubiläumsausgabe der Schweizer Wandernacht 2026

Eine Nachtwanderung der besonderen Art: Vom Eggishorn (2927 m) über die Höhenwege oberhalb des Aletschgletschers zurück zur Riederalp – mit Sonnenaufgang über dem UNESCO-Weltnaturerbe und Frühstück auf der Alp, im Rahmen der Schweizer Wandernacht 2026.

  • Nachtwanderung mit Start gegen 22 Uhr auf der Fiescheralp
  • Aufstieg zum Eggishorn (2927 m) – höchster Gipfel der Tour, erreicht um Mitternacht
  • Querung oberhalb des Aletschgletschers, UNESCO-Weltnaturerbe
  • Akustisches Erlebnis: das ferne Rauschen des Gletschers in stockdunkler Nacht
  • Lange Gratwanderung von Eggishorn über Bettmerhorn Richtung Sparrhorn
  • Sonnenaufgang oberhalb der Riederalp
  • Ausgiebiges Frühstück auf der Riederalp zum Abschluss
  • Im Rahmen der Schweizer Wandernacht 2026

95 CHF

CHF

Termin

Samstag27. Juni 2026
Sonntag28. Juni 2026

2 Tage

95 CHF

Freie Plätze
oder

In der Dunkelheit nehmen wir die Natur mit anderen Sinnen als gewöhnlich bei Tageslicht wahr. Das entfernte Rauschen des riesigen Aletschgletschers lässt uns trotz stockdunkler Nacht die gewaltigen Dimensionen erahnen – ein Gefühl, welches man nicht so schnell wieder vergisst.

Falko BurghausenFalko Burghausen

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Voraussetzungen

Technik
Kondition
Distanz22 km
Dauer10 Std.
Aufstieg1400 Hm
Abstieg1700 Hm

Die Wandernacht 2026 am Aletschgletscher ist eine lange, mittelschwere Wanderung. Wir bewegen uns durchgängig in T2 - T3-Gelände nach der SAC-Skala. Du brauchst dementsprechend eine gute Kondition sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auf Bergwanderwegen der angegebenen Schwierigkeit. Wir bewegen uns in einem langsamen, stetigen Tempo mit rund 250 - 300 Höhenmetern pro Stunde im Aufstieg.

Samstagabend, 21:00 Uhr

Wir treffen uns an der Talstation der Seilbahn Fiescheralp in Fiesch. Nach einer kurzen Begrüssungsrunde, dem Check der Ausrüstung und einem Briefing zum Ablauf der Nacht fahren wir gemeinsam mit der Seilbahn hinauf auf die Fiescheralp.

22:00 Uhr – Aufbruch auf der Fiescheralp

Wir starten auf der Fiescheralp und steigen in die Nacht hinein. Der Weg führt uns in stetigem Anstieg über das Fiescherhoreli Richtung Eggishorn. Rund 700 Höhenmeter liegen vor uns, die wir in einem ruhigen, gleichmässigen Tempo bewältigen. Während sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen und der Lichtkegel der Stirnlampe zur einzigen Orientierung wird, öffnet sich nach oben hin der Sternenhimmel über dem Wallis – sofern das Wetter mitspielt, einer der dunkelsten und klarsten Nachthimmel der Schweiz.

Gipfel Eggishorn (2927 m)

Pünktlich zur Mitternacht erreichen wir den höchsten Punkt der Tour. Auf dem Gipfel des Eggishorns legen wir eine längere Pause ein, geniessen den Moment und werfen einen ersten Blick hinunter auf den Aletschgletscher, der sich als helles Band durch die Dunkelheit zieht. Bei klarer Nacht sind die Lichter der umliegenden Walliser Dörfer tief unter uns zu sehen.

Abstieg zum Märjelen-Stausee

Vom Gipfel steigen wir hinunter Richtung Märjelen-Stausee. Der Weg führt uns in mehreren Kehren bergab, vorbei an den schroffen Felsformationen unterhalb des Eggishorns. Der Stausee liegt still in der Nacht, und nur das gelegentliche Geräusch von losem Geröll oder ein ferner Steinschlag aus den Bergflanken durchbricht die Stille.

Traverse oberhalb des Aletschgletschers

Nun beginnt die längste und eindrücklichste Etappe der Tour. Wir queren in westlicher Richtung oberhalb des grossen Aletschgletschers, immer entlang der Südflanke von Eggishorn und Bettmerhorn. Auch wenn wir den Gletscher in der stockdunklen Nacht nicht direkt sehen, ist seine Präsenz unübersehbar: ein ständiges, fernes Rauschen begleitet uns – das Schmelzwasser, das durch die Eismassen fliesst, vereinzelt das Knirschen oder Knacken des arbeitenden Gletschers. Diese akustische Wahrnehmung der gewaltigen Dimensionen ist ein Erlebnis, das tagsüber so nicht zugänglich ist.

In dieser Phase wird unsere Ausdauer auf die Probe gestellt. Die Müdigkeit der frühen Morgenstunden setzt ein, der Rhythmus der Schritte wird zur Meditation. Wir legen regelmässig kurze Pausen ein, trinken etwas, essen einen Riegel, und gehen weiter.

Wiederaufstieg auf den Grat

Tief unter uns erahnen wir die schlafenden Lichter der Bettmeralp. Wir gewinnen wieder an Höhe und erreichen den Grat, der uns weiter nach Westen führen wird – Richtung Sparrhorn. Der Grat verlangt Aufmerksamkeit: einzelne ausgesetzte Stellen, schmale Pfade, Trittsicherheit ist gefragt.

Morgendämmerung am Grat

Während wir uns auf dem Grat weiter Richtung Sparrhorn bewegen, beginnt sich der Himmel im Osten zu färben. Zuerst nur ein leichtes Grau, dann ein erstes Rosa hinter den Walliser Alpen. Die Welt um uns herum gewinnt langsam Kontur und Farbe zurück. Dies ist einer der magischsten Momente der ganzen Tour: nach Stunden im Dunkeln zu erleben, wie die Landschaft buchstäblich erwacht – und der Aletschgletscher, der uns die ganze Nacht akustisch begleitet hat, sich nun in seiner ganzen Grösse offenbart.

Sanfte Rücken oberhalb der Riederalp

Wir erreichen die sanfteren Hänge oberhalb der Riederalp. Das Ziel rückt in Sichtweite, das Schwierigste liegt hinter uns. Hier nehmen wir uns Zeit für eine längere Pause, geniessen die ersten Sonnenstrahlen und den Blick zurück auf die zurückgelegte Strecke.

Abstieg zur Riederalp

Die letzten Höhenmeter führen uns im Abstieg hinunter. Wir wenden uns nach Osten und erreichen schliesslich die Häuser der Riederalp – nach einer langen, eindrücklichen Nacht in den Bergen.

Ausgiebiges Frühstück auf der Riederalp

Im Café auf der Riederalp gönnen wir uns ein wohlverdientes, ausgiebiges Frühstück. Kaffee, frisches Brot, Walliser Spezialitäten – und Zeit, die Eindrücke der Nacht gemeinsam Revue passieren zu lassen.

Talfahrt mit der Seilbahn

Müde, aber glücklich schweben wir mit der Seilbahn zurück ins Tal. Hier endet ein einmaliges Erlebnis – eine Nacht, die noch lange nachwirken wird.

Die Aletschregion im Oberwallis gehört zu den eindrücklichsten Hochgebirgslandschaften der Alpen. Im Zentrum steht der Grosse Aletschgletscher – mit rund 20 Kilometern Länge der grösste Gletscher der Alpen und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.

Die drei autofreien Bergdörfer Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp liegen wie ein Balkon hoch über dem Rhonetal und sind nur per Seilbahn erreichbar. Diese Lage prägt den Charakter der Region: Stille, klare Bergluft und ein unverstellter Blick auf die Walliser Viertausender. Die Höhenwege oberhalb der Dörfer führen entlang sanfter Grate und schroffer Gipfel wie Eggishorn, Bettmerhorn und Sparrhorn – mit immer wieder neuen Perspektiven auf den Gletscher und seine Eismassen.

In der Nacht entfaltet die Region eine besondere Atmosphäre. Ohne die Lichter des Tals, ohne Strassenlärm, mit dem fernen Rauschen des Gletschers als Begleiter – ein Erlebnis, das sich tagsüber so nicht erschliesst.

Treffpunkt ist die Talstation der Bergbahn auf die Fiescheralp in Fiesch um 21 Uhr. Wir nehmen die letzte Bergbahn hinauf zur Fiescheralp auf 2'215 m Höhe, wo die Nachtwanderung startet. Fiesch ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, ebenso wie mit dem PKW (Parkmöglichkeiten in der Nähe der Bergbahn).

Die Wanderung endet am Sonntag Morgen auf der Riederalp, von wo aus die Teilnehmer eigenständig mit der Seilbahn ins Tal nach Mörel hinabfahren können. Mörel ist ebenfalls gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden, Fiesch ist von dort aus mit dem Zug in einer knappen halben Stunde erreichbar.

Das Frühstück auf der Riederalp ist im Preis inbegriffen. Für die Verpflegung unterwegs sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selber verantwortlich. Es besteht keine Möglichkeit, zwischendurch einzukehren. Wir sind insgesamt neun bis zehn Stunden unterwegs, ausreichend Verpflegung in Form von Energieriegeln, Vesper und Getränke muss also mitgeführt werden.

Bekleidung und Schuhe

  • Wanderhose und funktionelle Kleidung zum Wandern
  • Ersatz-T-Shirt
  • Wärmejacke (Primaloft, Daunenjacke o.ä.)
  • Regenjacke und Regenhose
  • Wanderschuhe mit gutem Profil
  • Rucksack für Tagestouren (ca. 20 - 30 Liter)
  • Mütze
  • Handschuhe
  • Optional Wanderstöcke

Bitte bedenke, dass auch im Sommer die Wetterbedingungen in den Bergen schnell ändern können. Du solltest also für Sonne und Wolken, Sturm und Regen gleichermassen ausgestattet sein.

Verpflegung

  • Ausreichend Getränke für ca. 10 Stunden Marschzeit
  • Verpflegung wie Energieriegel oder Vesper

Weitere Ausrüstung

  • Helle Stirnlampe inklusive mehrerer Ersatzbatterien
  • GA / Halbtax oder Bargeld für die Bergbahnen
  • Falls vorhanden: Biwaksack
  • Falls nötig: persönliche Medikamente o.ä.

Eigene An- und Abreise

Persönliche Ausgaben

Seilbahnen auf die Fiescheralp und hinunter von der Riederalp

Annulationskostenversicherung

Wir empfehlen dir dringend den Abschluss einer Annullationskosten- bzw. Reiserücktrittsversicherung. Eine Mitgliedschaft in einem alpinen Verein oder der Rega schützt dich vor übermässigen Kosten im Falle eines Rettungseinsatzes. Informiere dich direkt bei den jeweiligen Anbietern über deren Konditionen und Deckungssummen.

Buchung

Mit der Buchung sicherst Du Dir verbindlich Deinen Platz – ich freue mich sehr, Dich bald begrüssen zu dürfen.

Datum und Buchungsvariante

CHF

Teilnahme an der Wandernacht mit Guide und Frühstück auf der Riederalp